Vernetzung von Amphibienlebensräumen in den Auen von Apfelstädt und Gera
Gemeinsam Lebensräume erhalten – für den Kammmolch und viele weitere Arten
Mit dem Projekt „Vernetzung von Amphibienlebensräumen in den Auen von Apfelstädt und Gera“ setzt die Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis gemeinsam mit der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e.V. ein bedeutendes Naturschutzvorhaben in Mittelthüringen um.
Ziel des Projektes ist es, die Lebensbedingungen für Amphibien – insbesondere für den streng geschützten Nördlichen Kammmolch – nachhaltig zu verbessern. Viele seiner ehemaligen Lebensräume sind heute durch Verlandung, Trockenheit oder die Zerschneidung der Landschaft voneinander isoliert. Dadurch wird der Austausch zwischen den Populationen erschwert und ihr langfristiges Überleben gefährdet.
Im Zeitraum von Juli 2026 bis Februar 2029 werden deshalb entlang der Apfelstädt und der Gera zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:
- Entlandung und Pflege bestehender Amphibiengewässer
- Anlage neuer temporärer Tümpel als sogenannte Trittsteinbiotope
- Verbesserung der Vernetzung zwischen bestehenden Lebensräumen
- Beratung von Flächennutzern zur naturschutzgerechten Pflege von Grünland
- Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung rund um den Amphibienschutz
Von den Maßnahmen profitieren nicht nur Kammmolch, Grasfrosch oder Teichfrosch. Auch zahlreiche Libellen, Insekten, Reptilien, Vögel und Fledermäuse finden dadurch bessere Lebensbedingungen.
Darüber hinaus leisten naturnahe Kleingewässer einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. Sie speichern Wasser in der Landschaft, verbessern den natürlichen Wasserrückhalt, wirken ausgleichend bei Starkregen und Trockenperioden und fördern die biologische Vielfalt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Zusammenarbeit mit Kommunen, Landnutzern, Angelvereinen, Behörden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Denn erfolgreicher Naturschutz gelingt nur gemeinsam.
Mit diesem Projekt entsteht ein Netzwerk wertvoller Feuchtlebensräume, das langfristig dazu beiträgt, gefährdete Arten zu schützen und unsere Flussauen als vielfältige Lebensräume zu erhalten.







