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Aktuelles

Projektzeitraum: 01.06.2023 bis 31.05.2029

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA), der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen und 12 weitere Projektpartner haben sich in dem bundesweiten Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ zusammengeschlossen, um das Rebhuhn zu schützen und gleichzeitig die Vielfalt in der Agrarlandschaft zu auszubauen.

 

Das im Bundesprogramm für Biologische Vielfalt durchgeführte Projekt hat das Ziel gemeinsamen mit lokalen Akteuren Maßnahmen für den Rebhuhnschutz in die Fläche zu bringen.

Insgesamt sollen auf sieben Prozent der Ackerfläche des Projektgebietes Lebensräume, Brutmöglichkeiten und Nahrungshabitate für das Rebhuhn geschaffen bzw. aufgewertet werden. Auch andere Arten können von den Maßnahmen profitieren, was sich positiv auf die Artenvielfalt der Agrarlandschaft auswirkt. Parallel zur Maßnahmenumsetzung wird durch ein flächendeckendes Monitoring die Rebhuhndichte im Projektgebiet dokumentiert, wodurch die Effektivität der Maßnahmen untersucht wird. Die Zielsetzung des Projektes ist es, langfristig gesicherte Rebhuhnbestände im Projektgebiet zu schaffen und die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft durch die Aufwertung von Lebensräumen dauerhaft zu fördern. 

In 2022 haben wir bereits an der Vorbereitung hinsichtlich der Maßnahmenumsetzung gearbeitet. Durch das Monitoring im Frühjahr 2022 und 2023 konnten wir die aktuellen Rebhuhnbestände in unseren Gebieten erfassen, wonach wir nun auch unsere Maßnahmenumsetzung planen. Durch die erfolgreiche Teilnahme am Bewerbungsverfahren sind wir als Praxisregion auch im Folgeprojekt dabei. 

Das Projektgebiet

Die Projektregion in Thüringen umfasst im Wesentlichen den zentralen Bereich der Thüringer Ackerhügelländer. Das Gebiet erstreckt sich über den östlichen Bereich des Unstrut- Hainich Kreises, den nördlichen Teil des Landkreis Gotha, die westlichen und nördlichen Randbereiche der Landeshauptstadt Erfurt und zieht sich als Band durch Sömmerda und das Weimarer Land. Somit befindet es sich im südlichen Teil des Thüringer Beckens rund um Erfurt. Die lokalen Projektpartner in Thüringen sind die Natura 2000 – Station Gotha/Ilm-Kreis, der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. und die Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.

 

Das Kerngebiet Gotha, welches die Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis betreut, ist ca. 61 km2 groß und befindet sich im nordöstlichen Teil des Landkreises Gotha sowie im westlichen Bereich der Stadt Erfurt. In dieser Kernregion wurde die höchste Rebhuhndichte im Monitoringgebiet Gotha/Ilm-Kreis 2022 nachgewiesen. Daher sollen primär Maßnahmenumsetzungen in diesem Gebiet stattfinden.

Maßnahmen

Wir wollen im gesamten Kerngebiet auf sieben Prozent der Ackerfläche Lebensraum und vor allem Brutmöglichkeiten für die Rebhühner schaffen. Dazu sollen Landwirte beraten sowie gezielte Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

  • Beratung zur optimalen Lage von KULAP Maßnahmen
  • Anlage von Blühstreifen/Flächen
  • Aufwertung der GLÖZ8 Brachen (Saatmischung)
  • Heckenpflege
  • Optimierte Pflege von Wegrändern und Feldrainen
Die besten Blühflächen für Rebhühner liegen mittendrin, fern von Bäumen, Hecken und Wegen. Foto: C. Gelpke

Monitoring

Foto: Christian Gelpke

Zur Erfolgskontrolle werden die Rebhuhnbestände jährlich im Monitoringgebiet erfasst. Die Bestandserfassung erfolgt anhand einer standardisierten Methode, bei der eine festgelegte Zählroute in der Agrarlandschaft abgelaufen wird. Das Monitoring findet jährlich Ende Februar bis Anfang März statt. Dazu suchen wir jedes Jahr freiwillige Helfer, die uns bei der Bestandserfassung unterstützen. Auch im Herbst können Rebhuhnketten gezählt und an uns gemeldet werden.

Sollten Sie Interesse haben, an der Rebhuhn-Zählung mitzuhelfen, melden Sie sich gerne bei uns!

Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort, wie Landwirten/Landwirtinnen, Jägern/Jägerinnen und ehrenamtlichen Kartierern/Kartiererinnen, wollen wir in unseren Projektgebieten den Thüringer Rebhühnern unter die Flügel greifen.

Foto: Christian Gelpke

Ansprechpartnerinnen

Magdalena Werner

0176 78842471

m.werner@nfga.de

Katja Börner

036256 153965

boerner@nfga.de

Das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie mit Mitteln des Landes Niedersachsen durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, des Bayerischen Naturschutzfonds, der Manfred-Hermsen-Stiftung und des Deutschen Falkenordens e. V. gefördert.

Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Biologische Vielfalt wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.

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